NYC: Das Kirchenvolk verdient sich mutige Anwaltschaft!

Schüller at Judson Memorial Church in New York, 17-07-2013 (Ramin Talaie/NCR online)

Allesamt durch und durch „gestandene“ Katholikinnen und Katholiken aus allen gesellschaftlichen Schichten und beruflichen Milieus, die sich da gestern mit mir zu einer „conversation“ über die Zukunft unserer Kirche getroffen haben. In der Judson Memorial Church in New York, also auf  „neutralem“, protestantischem Boden. Menschen, die sich für „ihre Kirche“ einsetzen – in den Gemeinden, in ihren Familien und in der Gesellschaft. Und das teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten. Und die sich nicht davon abbringen lassen, um einen Aufbruch der Kirche in unserer Zeit zu kämpfen.

Will die Kirchenleitung die Kraft und Geduld dieser Menschen tatsächlich aussitzen? Auf deren Erfahrung in Leben und Glauben, auf deren Visionen und Ideen für die Kirche im Heute verzichten? Die junge Generation hat ohnedies großteils bereits die Geduld verloren mit diesen Scheingefechten von „Dialogen“ mit einer Kirchenführung, die immer alles besser weiß. Und die die Kirchenbasis nicht einmal einer Rechenschaft über ihre  Entscheidungen und Nicht-Entscheidungen würdigt, dafür aber gerne die Gaben der Gläubigen entgegennimmt.

Wir Priester stehen dazwischen und müssen achtgeben, dass wir mit unserer „Zurückhaltung“ nicht das Kirchenvolk und dessen legitime Erwartungen im Stich lassen. Mutige Anwaltschaft ist gefragt. Vielleicht ringen sich ja bald auch erste Bischöfe dazu durch.

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2 Antworten zu NYC: Das Kirchenvolk verdient sich mutige Anwaltschaft!

  1. Hannes Kölbl schreibt:

    Mutige Anwaltschaft ist gefragt: Ich finde es gut und wichtig, dass es immer mehr werden, die bereit sind auf das zu schauen, was unsere Gemeinschaft ausmacht, nämlich auf Jesus Christus und auf das Leben von Jesus Christus. Erwartet wurde damals ein kaiserlicher Herrscher, Jesus entsprach dieser Erwartung keinesfalls – heute leben Papst und viele Bischöfe wie kaiserliche Herrscher – haben Sie jemals ernsthaft das Leben Jesu studiert? Papst Franziskus könnte hier eine Wende bringen, wenn es ihm gelingt den Intrigen und der Machtpolitik im Vatikan zu widerstehen. Ich wünsche Dir, lieber Helmut, dass Du in Deiner ehrlichen Weise auf Deiner Reise viele Menschen, vor allem auch Priester und hoffentlich auch Bischöfe überzeugen kannst, dass nur das Leben Jesu unser Vorbild sein kann und darf!
    Liebe Grüße Hannes

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