Redeverbote sind Zuhör-Verbote

Immer wieder werde ich von Jounalisten gefragt, wie ich damit zurechtkomme, dass mir die Bischöfe von Boston und Philadephia Redeverbot für die Räumlichkeiten ihrer Diözesen erteilt haben. Ich komme damit zurecht, weil die Begründung für diese Verbote ins Leere gehen. Wir von der Pfarrer-Initiative stehen mit dem, was wir offen an- und aussprechen, nicht im Widerspruch zur Substanz der Glaubenslehre unserer Kirche.Wir wissen uns auch eins mit dem ganz überwiegenden Teil des Kirchenvolkes.

Noch viel problematischer als das Redeverbot ist das damit eigentlich gemeinte Zuhör- und Diskussionsverbot für die Kirchenmitglieder. Ihnen wird nicht zugetraut, sich selbst ein Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Ihrem Glauben wird abgesprochen, der Diskussion der Themen und Fragen gewachsen zu sein. Was halten Rede- und Veranstaltungsverbot erteilende Bischöfe eigentlich von den Gläubigen? Diese Frage ist noch viel brisanter.

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7 Antworten zu Redeverbote sind Zuhör-Verbote

  1. Alfred Pintar schreibt:

    Lieber Helmut Schüller,
    alles Gute auf ihrer Tour durch die USA.
    Ich bin guten Mutes, dass irgenwann der Tag kommt, an dem gewisse Herren begreifen werden was es heißt, die Worte der Bibel ernst zu nehmen und, dass ihre Bemühungen nicht Fragen des Glaubens, sondern vor allem Fragen sind, wie die Amtskirche mit ihren Gläubigen umgeht.
    Alles Gute auf ihrem Weg
    Alfred Pintar

  2. Franz Fuchs schreibt:

    Die Reise Schüllers in die USA sehe ich als sehr nützlich. Dort läßt sich wahrscheinlich über Glaubensfragen offener diskutieren als es Im Vatikan möglich wäre. Ich bin auf die Bilanz der Reise schon jetzt sehr gespannt.

  3. Pingback: Katolsk Vision » Vuxna katoliker evigt minderåriga barn som behöver förmyndare ?

  4. Irène Nordgren schreibt:

    Am 26 juni predigt der Kaiser O’Malley über Menschenrechte und Religionsfreihet und erzählt dabei die Geschichte

    ”Des Kaisers neue Kleider”.

    Herzlichst
    Irène Nordgren aus Schweden

  5. Wolfgang Schwarz schreibt:

    Natürlich haben die keine Angst vor dir, sondern vor deinen Zuhörern. Denn wenn du ein einsamer Rufer in der Wüste wärst – und bleiben würdest – so what? Aber die wissen ganz genau, dass du einiges bewirken wirst. Viel Erfolg, und vor allem viele tolle Eindrücke auch abseits der Speaking
    Tour!

    lg, Wolfgang

  6. Agnes Frei schreibt:

    Das Wesentliche ist doch die Übereinstimmung mit dem überwiegenden Teil des Kirchenvolkes, denen ihr Vertrauen auf Jesu Botschaft mehr bedeutet als die Anpassung an das Kirchenrecht und die es satt haben als Marionetten verschoben zu werden, sondern selbstbewusst ihren berechtigten Platz als Getaufte einnehmen, ohne Angst vor Sanktionen.

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